Presseartikel: Jubiläum und Welturaufführung auf einer Bühne

Gundlach-Stiftung und Jugendpflege Puderbach luden auf die Spukburg ein – Rund 200 Gäste

PUDERBACH. In den Herbstferien unterstützt die Gundlach-Stiftung traditionell das Ferienprogramm der Jugendpflege Puderbach mit einem Theaterstück für Kinder. Auch dieses Mal fanden mehr als 200 große und kleine Besucher den Weg ins Gemeinschaftshaus, das von der „Freie Bühne Neuwied“ in eine dunkle, phantasievoll ausgestattete Spukburg verwandelt worden war.
Zum wiederholten Male waren Boris Weber und Tamy Sperlich mit einer Welturaufführung angereist und gleichzeitig konnte der Stiftungsvorsitzende Wolfgang Runkel in seiner Begrüßung vermelden, dass die aktuelle Produktion schon die zehnte Aufführung des Ensembles für die Puderbacher Ferienkinder sei. Als Jubiläum und Premiere gleichermaßen.
Eine gute Stunde entführte das Ensemble die großen und kleinen Gäste in die Spukburg des ehrenwerten Lord Buffel. Der Protagonist erzählte seine spannende Lebensgeschichte. Denn: Er war mitsamt seiner Tochter in einem Zauber gefangen und musste als „Hundegeist“ über lange Jahre sein Dasein fristen. Tochter Elisabeth war in einen Schwebegeist verwunschen worden und beide konnten diesen Fluch nur lösen, indem sie zwei Menschen derart gruselig erschreckten, dass die Burg-Uhr  aufgrund des Schreis der Erschreckten für eine Minute stehen blieb. Dies gelang jedoch keineswegs auf Anhieb und erst als das etwas verwirrte Paar Charlotte und Paul aufgrund einer Autopanne in der Burg übernachten musste, konnten die beiden Geister –eigentlich eher komisch als gruselig – den Zauber lösen. Allerhand Tricks und Strategien waren da gefragt und die beiden Mimen zogen alle Register ihres Könnens in dem sehr liebevoll ausgestatteten „Grusical“. Zweistimmiger Gesang und rhythmischer Tanz, Puppenspiel und tolle darstellerische Leistungen machten die Puderbacher Geisterstunde zu einem Erlebnis der besonderen Art. Denn auf der Spukburg wurde mehr gelacht als erschreckt und mehr Mitleid für die ungeschickten Geister als Angst im Saal erweckt. Am Ende waren Vater und Tochter wieder als Menschen vereint und die Besucher belohnten die hervorragende Aufführung mit tosendem Beifall.